Fünf Tage im Herbst in Weimar

Seien wir ehrlich. Wenn ich von Weimar rede, denkt jeder zuerst an Goethe und Schiller. Also MUSS man quasi ins Goethehaus und das daran anschließende Goethemuseum. Und danach am besten gleich noch ins Schiller-Haus.

Die Seifengasse in Weimar

Wir hatten Ende Oktober Quartier bezogen in der Seifen-Gasse. Über AirBnB hatte ich ein wunderbares Quartier gefunden, welches ich nur empfehlen kann. Absolut top, das „Gelbe Haus“, in direkter Nachbarschaft zum „Haus der Frau vom Stein“, der ersten Geliebten Goethes in Weimar. Von unserem Quartier waren es etwa 90 Sekunden bis zum Eingang des Goethe-Hauses auf dem Frauenplan. Wir wohnten also direkt in der Altstadt von Weimar.

Das ehemalige Wohnhaus von Goethe ist ein sehr klassisches Museum. Mit vielen Räumen, vielen Dingen zum Anschauen und einem sehr guten Audio-Guide. Es ist aber halt auch ein recht normales Wohnhaus aus dem Jahr 1800. Nicht mehr und nicht weniger. Und wenn ich ehrlich sein darf: es ist auch ein wenig langweilig. Aber: klar – es ist nunmal das Haus, in dem Goethe über 50 Jahre gelebt und gearbeitet hat. Und von daher schon Kult.

Goethes Wohnhaus in Weimar

Von daher habe ich die zusammen 20 € Eintritt für das Wohnhaus und das Weiterlesen

Eine wunderbare Rad-Tour: von Garmisch-Partenkirchen nach Murnau

Seit sieben Jahren stand diese Tour weit oben auf meiner Todo-Liste für Garmisch-Partenkirchen. Nachdem ich im Januar diesen Jahres endlich zum ersten Mal auf der Zugspitze war, war nun auch die Radtour nach Murnau an der Reihe.

Es sind knapp 25 Kilometer von mir aus bis nach Murnau. Zu Anfang muss man – leider – über die Hauptstraße Richtung München raus fahren aus Garmisch-Partenkirchen. Das Rad-Konzept für den Ort lässt bisher noch arg zu wünschen übrig. Trotz Fußgängerzone ist Garmisch-Partenkirchen vor allem eine Auto-Stadt. Traurig aber wahr. Andere Tourismus-Orte sind da schon deutlich weiter.

Hauptstraße in Garmisch-Partenkirchen

Nach dem Ortsausgang fährt man am Kreisel, von dem es aus Richtung Farchanter Tunnel und damit gen Autobahn nach München geht, rechts in Richtung Farchant. Der Anstieg hoch zur Brücke über die Tunnelzufahrt ist die erste – und wohl zweit-steilste – Herausforderung der Tour.

Anstieg zur Brücke

Anstieg zur Brücke

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Notwendige Erinnerung – Auf den Schlachtfeldern vor Verdun

Mein Sohn ist im Teenager-Alter. Es war mir wichtig, ihm nicht nur die schönen Seiten des Lebens zu zeigen und nahe zu bringen. Sondern ihn auch damit zu konfrontieren, was Menschen anderen Menschen antun können. In der Hoffnung, dass so etwas wie vor Verdun im 1. Weltkrieg, diese 300 Tage Hölle, nie wieder passiert. Nicht in Europa, nicht in Amerika oder in Afrika oder sonstwo anders.

Und so fuhren wir einen Tag von Metz aus rüber nach Verdun. Mit dem Auto dauerte es knapp eine Stunde. Wir sparten uns die langweilige Autobahn und genossen die Fahrt auf den wunderschönen Landstraßen Frankreichs.

Das Beinhaus von Douaumant

Die Schlachtfelder vor Verdun & Fort Douaumant / August 2018

Erster Anlaufpunkt war das ohne Zweifel beeindruckende Beinhaus von Douaumant. Bereits in den 30er Jahren Weiterlesen

Urlaub in Metz in der Lorraine – Eindrücke, Bilder, Tipps

Metz liegt in der Lorraine, nicht weit entfernt von Saarbrücken und damit der Grenze zu Deutschland. Diese wunderbare Stadt lebt von der kulturellen Vielfalt, die sich hier über die Jahrhunderte angereichert und gegenseitig bereichert hat. Das spürt und sieht man an jeder Ecke. Vielfalt ist ein Grundpfeiler dieser Stadt, in der ich mit meiner Familie für eine Woche im Sommer 2018 zu Gast war.

Ein wunderschönes Appartment haben wir via AirBnb gefunden. Zwei Schlafzimmer, Bad, Toilette, eine riesige Wohnküche, Wlan – alles top. Mit Blick auf die Kathedrale von Metz. Danke an dieser Stelle an Chantal, die uns ihre herrliche Wohnung zur Verfügung gestellt hat. Ich kann sie nur wärmstens empfehlen. Ein echtes Traum-Quartier am Rande von Metz.

Von unserem Quartier aus waren es etwa 20 Minuten zu Fuß bis ins Zentrum. Meist haben wir aber das Auto genommen und direkt im Parkhaus unter der Markthalle, neben der Kathedrale geparkt. Der Fußweg bis ins Zentrum war nicht so super spannend. Und die Parkhaus-Kosten sind fair.

Metz im Sommer 2018 - abends beim Spiel des FC MetzDafür ist das Stadion des FC Metz, wie auch die nebenan befindlichen zahlreichen Sportmöglichkeiten, in weniger als 10 Minuten zu Fuß zu erreichen. Das war genial für uns. Mein Sohn spielt selbst Fußball. Und so war für ihn eines der Highlights dieser Woche ein Spiel des FC Metz in der ersten Runde des französischen Pokals gegen Grenoble, welches 2:1 gewonnen wurde.

Was hat mir in Metz am besten gefallen?

Galette in Metz - super leckerGanz ehrlich: das Essen! Ich habe nicht ein einziges Mal mittelmäßig oder gar schlecht gegessen in den Tagen von Metz. Mal war es eine vorzügliche Käseplatte, mal ein hervorragendes Couscous, mal ein super leckerer Galette. Danke Metz, für so viel Gutes in meinem Magen!

Insgesamt macht es, besonders abends, Spaß durch die Altstadt zu spazieren. Tagsüber leben die Straßen der Fußgängerzone durch die unendlich vielen Geschäfte, abends sind es die Restaurants, die Einheimische und Touristen anlocken und für ein pulsierendes Leben sorgen. Nur am Sonntag war es leer in der Innenstadt.

Ein Highlight ist ohne Frage die große Kathedrale von Metz. Nicht nur das Bauwerk an sich ist eine Reise wert. Auch wie Metz mit dieser Kirche spielt und sie in Kunstprojekte einbezieht, hat mir ausgesprochen gut gefallen. Abends wurde die Kathedrale beleuchtet, jeden Abend auf eine andere Art. Leider haben wir es verpasst, den Drachen zu sehen, der ans Portal projiziert wurde. Dafür aber die folgende Projektion:

Die Kathedrale von Metz im Sommer 2018 - abendliche Beleuchtung

Überall in der Stadt fanden wir im Sommer 2018 Kunstinstallationen. Egal ob Weiterlesen

Schneeschuhwandern auf der Zugspitze – ein grandioser Spaß

Noch nie war ich Schneeschuhwandern. Noch nie war ich oben auf der Zugspitze. Auch diese beiden Punkte auf meiner persönlichen Lebens-Todo-Liste kann ich nun abhaken. Danke an Vanessa von V’s World, die diesen wunderbaren Tag initiiert und organisiert hat. Das war toll!

Los ging’s unten in Grainau mit der neuen Gondel der Zugspitzbahn. Eine super entspannte und angenehme Fahrt. Selbst für mich als Höhenangst-Geplagtem. Kein Problem!

Schneeschuhwandern auf der Zugspitze

Schneeschuhwandern auf der Zugspitze

Oben dann mit der Gondel hinab aufs Zugspitzplatt und endlich die Schneeschuhe angeschnallt. Pia, unsere Schneeschuh-Führerin, erklärte uns kurz, was zu beachten ist. Und verriet uns, dass es total easy ist, mit den Schneeschuhen über den Schnee zu gelangen: „Einfach wie Zuhause mit Hausschuhen an den Füßen über den Boden schlappen.“ Jo. Sie hatte recht. Total einfach! Und an Steilstücken einfach die Metallkrallen an der Fußspitze nutzen und wie ein Bär mit seinen Tatzen sich in den Schnee haken.

Schneeschuhwandern auf der Zugspitze

Schneeschuhwandern auf der Zugspitze

Ich war die ganze Zeit überrascht, wie extrem gut man mit den Schneeschuhen laufen kann. Stark! Das hat Laune gemacht. Und mir als Wanderer, der sonst immer mit Alpin-Ski unterwegs ist, ganz neue Perspektiven außerhalb der Pisten erlaubt. Auge und Seele waren extrem dankbar dafür. Ständig zauberte mir dieser Tag ein fettes Grinsen ins Gesicht!

Selbst ein auf den ersten Blick recht steiles Stück hinauf bis an die Kante oberhalb des Zugspitzplatts bewältigte die komplette Gruppe nahezu problemlos. Oben dann der Blick hinab auf Ehrwald in Tirol. Dort geht es hunderte Meter steil hinab. Was bedeutet: Ich sparte mir diesen Blick und blieb besser zwei Meter unterhalb der Kante. Soll aber gigantisch gewesen sein, habe ich mir berichten lassen. :)

Im Igludorf auf dem Zugspitzplatt: Eingang

Im Igludorf auf dem Zugspitzplatt: Eingang

Von da ging es hinab Richtung Iglu-Dorf. Faszinierend, auf was geniale Ideen kreative Menschen kommen. Von außen eher unscheinbar, entpuppt sich dieses Eis-Hotel als ein optisch-kreatives Highlight mit viel Eis-Kunst innen drin. Ein neuer Punkt ist damit auf meiner Lebens-Todo-Liste hinzu gekommen. Eine Nacht in einem Iglu-Dorf – das hätte was. Mal schauen.

Die Schneeschuhe wurden abgeschnallt, die Wanderung war nach zweieinhalb Stunden schon vorbei. Körperlich zwar anstrengend, aber absolut machbar! Ich bin mir sicher: das war nicht meine letzte Schneeschuhwanderung. Das hat Spaß gemacht und dem Körper, wie auch der Seele, sehr gut getan.

Auf dem Zugspitzplatt, Januar 2018

Auf dem Zugspitzplatt, Januar 2018

Da ich nun schonmal oben auf der Zugspitze war, nutzte ich die Zeit bis zum Dunkelwerden, um die dortigen Pisten zu testen. Meine Ski hatte ich extra mitgebracht. Und so stand weiterem Fun mit Ski unter den Füßen nichts im Weg. Alle Pisten waren an diesem wunderbaren Sonnentag offen, alle Lifte in Betrieb. Ein genialer Sonntag konnte ausklingen. Danke an alle, die Teil des Tages auf der Zugspitze waren!

Ich werde wiederkommen! Und kann Schneeschuhwandern allen nur wärmstens empfehlen. Es macht Spaß und ermöglicht ganz neue Perspektiven im Schnee.

In Avoriaz schnell von unten nach oben gelangen

Ich hatte es in meinem Blogbeitrag neulich ja schon kurz geschrieben: ich war bei meinem Skiurlaub im Januar total begeistert von der Infrastruktur in Avoriaz. Komplett autofrei. Und dennoch ist alles unglaublich schnell und einfach zu erreichen. Auch ohne Ski unter den Füßen!

Unser Appartment lag im höchstgelegenen Gebäude von Avoriaz. Und dennoch brauchten wir zu Fuß weniger als zehn Minuten bis hinab in die Haupt-Einkaufsstraße, in der sich neben etlichen Restaurants, dem Tourismus-Office auch ein Supermarkt und ein großartiger Bäcker befinden. Hierfür konnten wir zwei Lifts nutzen sowie die öffentlichen Passagen, die in den Appartment-Häusern für die Touristen angelegt wurden. Man wandelt also im Trockenen und gelangt über die Lifte oder auch Rolltreppen hinauf bzw. hinab.

Hier ein paar Aufnahmen von Weiterlesen

Avoriaz im Januar – ein Traum im Schnee

In Avoriaz ankommen fühlt sich an wie das Betreten einer von Luc Besson kreierten Welt aus „Das fünfte Element“. Magisch fügt sich diese doch eigentlich künstliche Stadt auf 1.800 Meter in die Kulisse der französischen Bergwelt ein. Schon seit über 50 Jahren existiert Avoriaz. Und dennoch wirkt dieser Ort so futuristisch und innovativ wie aus Star Wars. Es ist den Machern gelungen, eine Stadt zu bauen, die dem Auge gut tut. Und die dort perfekt hinzupassen scheint.

Was mir so enorm gefällt, ist zum einen das Autofrei-Konzept des Ortes. Man findet in den „Straßen“ ausschließlich Pferdekutschen und die Transport-Raupen, mit denen das Gepäck in die Hotels gefahren wird. Und natürlich Skifahrer! Alle Wege sind mit Schnee bedeckt und lassen sich gut mit Skiern oder auch zu Fuß begehen.

Balkonblick über Avoriaz bis hinab nach Morzine

Balkonblick über Avoriaz bis hinab nach Morzine

Vom Parkhaus, in dem wir unser Auto abgestellt hatten, brachte uns eine solche Raupe bis hoch ins Appartment-Haus, welches das am höchsten gelegene Gebäude von Avoriaz ist. Yeah! Perfekte Aussicht vom Balkon bis hinab nach Morzine. Ein Traum, den wir sehr genossen haben.

Das Lift-System von Avoriaz

Lift in Avoriaz

Lift in Avoriaz mit unserem Quartier ganz oben

Anfangs machte mir die Lage unseres Quartiers etwas Angst. Ein Hotel ganz oben? Oje. Das drohte anstrengend zu werden. Doch schnell entdeckten wir das extrem geniale System von Fahrstühlen und öffentlichen Inhouse-Passagen, welches alle Bereiche von Avoriaz auch für Fußgänger und Einkäufe schleppende Menschen verbindet. So gestaltete sich der Weg in den Supermarkt – Preise übrigens nicht überzogen, sondern angenehm normal. Und das Baguette dort exzellent! – zu einem überhaupt nicht anstrengenden Gang von ca. Weiterlesen